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Zeitungsartikel, die sich bisher mit dem VfB befassten:

TV 30.03.2012: Mit_Wahlen_kam_die_Wende
TV_15.04.2011:_Nicht_nur_Fu_ball_im_Kopp
TV 02.11.2010: Geisfeld behält weiße Weste
Wochenspiegel_09.06.2010:_SG_Lorscheid_startet_direkt_durch
TV_28.05.2010:_Weckruf_der_besonderen_Art_
TV_13.11.2009:_Drei_Fragen_an_Guss_
TV_02.10.2009:_Gemeinsam_sind_wir_stark_
TV_15.05.2009:_Gründung_einer_SG:_Der_Jugend_eine_Perpektive_für_die_Zukunft_geben
TV_17.08.2006:_SPIEL_DES_TAGES:_Gut_für_den_Dorffrieden.
TV_10.08.2006:_PORTRÄT:_Zwischen_Rasenplatz_und_Euphorie.
TV_05.06.2006:_MEISTERFETE:_Steht_auf_wenn_ihr_Meister_seid!
TV_13.10.2005:_Kolumne:_Nachgespielt!
TV_02.09.2005:_VEREINSPORTRÄT:_Nichts_mit_Eingewöhnung!
TV_17.06.2005:_Was_macht_der_ganze_Haufen_jetzt?



Mit Wahlen kam die Wende

Die SG Farschweiler/Lorscheid hat in einer konsequenten Aufholjagd in der B-Liga Mosel/Hochwald den Anschluss ans Mittelfeld geschafft. Für Trainer Sebastian Wahlen ein Verdienst der Mannschaft, die voller Leidenschaft und Kampfgeist steckt. Im Heimspiel trifft seine SG am Sonntag auf die SG Gusenburg/Grimburg.

 

Noch sind die Schuhe etwas zu groß, aber Tim übt schon fleißig mit Sebastian Wahlen. TV-Foto: Edgar Breit
Farschweiler/Lorscheid. Auf die Frage nach der momentanen Zufriedenheit gibt es bei Sebastian Wahlen aus Farschweiler kein Wenn und Aber. Der neue Coach steckt zum einen voller Vaterfreuden (in Kürze steht die Geburt von Louis Diego bevor), ist beruflich zufrieden und geht in seinem Hobby Fußball voll auf.
Der gelernte Steuerberater bezeichnet sich selbst als Fußballverrückter. Und das kommt nicht von ungefähr: Vater Alfred stand in früheren Jahren als Profi zwischen den Pfosten bei Eintracht Trier, dem FSV Salmrohr und dem 1. FC Saarbrücken. Bruder Helmut hütete viele Spielzeiten erfolgreich das Tor beim FSV Salmrohr und beim SV Prüm, und sein älterer Bruder Matthias stand ebenfalls schon in Salmrohr und in Saarbrücken im Tor. "In seiner Glanzzeit war er Torwart der U 19 Nationalmannschaft, und heute bin ich sehr froh, dass er nach einer längeren Pause nun als Schlussmann der SG Farschweiler/Lorscheid auf mein Kommando hört", freut sich Sebastian Wahlen.

Die Familie steht ganz weit oben


Viel Zeit verbringt er mit seinem Kumpel Tim, dem drei jährigen Sohn seiner Lebensgefährtin Martina. Obwohl Tim die Schuhe von Wahlen noch einige Nummern zu groß sind, spürt man auch bei ihm bereits die Leidenschaft für das Spiel mit dem Ball. "Und beim Unsinnmachen erhalten wir bald noch Verstärkung", freuen sich die Eltern bereits auf die Geburt von Louis Diego.
Sebastian Wahlen ist in der Jugend des SV Farschweiler, beim 1. FC Saarbrücken und beim FSV Salmrohr groß geworden und war in späteren Jahren auch bereits in Hermeskeil, Wittlich und in der SG Osburg/Thomm aktiv. "Ich bin aber immer wieder in der Heimat gelandet, denn hier ist das Fußballspielen für mich am schönsten."
Seine erfolgreichste Zeit auf dem Platz verbrachte er als Libero und Verteidiger. Seine Stärken sind Technik, Zweikampfverhalten und taktisches Verständnis. Als Fußballlehrer betritt er kein Neuland. Nach seinem Einsatz als Spielertrainer des VfB Lorscheid trainierte er bis vor kurzem die eigene A-Jugend. Die Entwicklung der Mannschaft in seiner Amtszeit spricht für sich. "Wir haben aus den ersten zehn Spielen gerade einmal neun Punkte geholt. Dann wurden wir zu Hause vom punktgleichen Nachbarn SG Issel mit 1:5 verprügelt und vor der Tür standen zwei Auswärtsspiele bei den damaligen Tabellenführern SG Kordel und DJK Pluwig", erinnert sich Wahlen an seine Ausgangsposition.
Sein Plan, als Mannschaft kompakt zu verteidigen, ging auf. Hat es in den ersten zehn Spielen noch 26-mal im Kasten geklingelt, so holte die SG Farschweiler/Lorscheid in den folgenden neun Spielen 15 Punkte und kassierte nur sechs Gegentreffer. Die Mannschaft hat somit bewiesen, dass es mit Leidenschaft und Kampfgeist geht.
Vorausschauend hofft er auf den Klassenerhalt seiner Mannschaft und träümt davon, irgendwann einmal einen höherklassigen Trainerposten übernehmen zu können














TV 28.05.2010:  "Weckruf der besonderen Art"


 

Nach Jahren der getrennten Wege haben sich die Verantwortlichen ein Herz gefasst und den längst fälligen Zusammenschluss erfolgreich gestrickt. Nun ernten sie die Früchte ihrer Entscheidung in der B-Liga.

Farschweiler. (L.S.) Jörg Lauer ist nicht der Mann großer Worte. Der Spielertrainer des frischgebackenen B-Liga-Aufsteigers SG Lorscheid/Farschweiler gibt sich bescheiden, wenn es um die Formulierung der nächsten Ziele geht: "In erster Linie wollen wir das gesamte Team weiterentwickeln. Die Mannschaft muss wachsen und wird mit Rückschlägen umgehen müssen. Betrachtet man die Lage realistisch, wollen wir so früh wie möglich die Punkte gegen den Abstieg einfahren, um nicht in Not zu geraten." Realistische Worte eines Trainers, der das Geschäft kennt. Als Sturmführer und Regionalligaspieler beim FSV Salmrohr erlebte der ehrgeizige, aber bescheidene Vollblutfußballer die Glanzzeiten des Fußballs in der Region hautnah mit. "Es waren schon schöne, aber auch lehrreiche Zeiten beim FSV. Diese Erfahrungen weiterzugeben - das ist für mich die größte Prämisse als Trainer."
 
Angetreten als Spieler vor zwei Jahren beim damals noch eigenständigen SV Farschweiler, waren es anfangs zu viele Ungereimtheiten, mit denen sich Spieler und Vorstand beim ehemaligen Landesligisten herumschlagen mussten. Die logische Konsequenz folgte vor der Saison 2005/2006, als sich der VfB Lorscheid 05 gründete. Zwei Nachbarvereine, in denen sich Spieler und Funktionäre faktisch "auf den Tisch gucken konnten", dümpelten im sportlichen Niemandsland der C-Liga herum. "Die einzig sinnvolle Lösung war die Gründung einer Spielgemeinschaft mit Lorscheid, wo nicht nur die Kräfte gebündelt werden, sondern auch alte Freundschaften wieder aufleben sollten. Das ist uns bereits im ersten Jahr eindrucksvoll gelungen. Jetzt weiß hier jeder, wohin der Weg gehen soll", berichtet Lauer, der in der abgelaufenen Saison nicht immer auf der Sonnenseite stand.
 
"Das erste Spiel gegen Issel ging verloren, der Stachel saß tief. Das war ein Weckruf der besonderen Art. Danach begriff jeder Spieler, wo der Hebel anzusetzen war - es ging bergauf, so dass wir ab dem achten Spieltag immer vorne dabei waren. Das Selbstbewusstsein war so groß, dass wir uns nicht von den guten Serien unserer Hauptkonkurrenten aus Issel und Pluwig/Gusterath beeindrucken ließen", blickt Lauer zurück.
 
Einige Spieler haben besonders auf sich aufmerksam gemacht. "Die Kameradschaft war schon außergewöhnlich, die Trainingsbeteiligung sowieso. Der Spaßfaktor brachte uns die Lockerheit zurück, und einige machten richtig gute Spiele über die gesamte Saison hinweg."
 



TV 13.11.2009:  "Drei Fragen an Guss"




TV 02.10.2009:  "Gemeinsam sind wir stark"
 

Mit Spaß am Spiel zurück zum Erfolg


 
Lauer nennt stellvertretend Nico Thömmes, mit 23 Toren ein Stürmer mit Torgarantie. Oder Dany Hurt, nach der Winterpause aus Mehring gekommen, sowie Johannes Braun, der die besten Stürmer der Liga reihenweiseausgeschaltet hat. Und er nennt Sascha Konz, der mit jungen Jahren schon ein Führungstyp ist. "Wenn es uns gelingt, einige ehemalige Farschweilerer Jungs zurückzuholen und auch die Eigengewächse einzubinden, kann hier langfristig wieder etwas wachsen. Dann kann man auch mal wieder an die A-Liga denken", sagt Lauer.
 
Das erste Spiel um die C-Liga-Kreismeisterschaft gewann die SG Lorscheid/Farschweiler am Pfingtsmontag bei der SG Butzweiler mit 3:2.

Die SG Lorscheid/Farschweiler gibt Gas: Die Mannschaft des Trainergespanns Gustav Merz und Jörg Lauer steht nach sieben Spieltagen auf Rang zwei der C-Liga Mosel/Hochwald. Die Weichen für die Zukunft sind gestellt.

 


Bernhard Prümm vom VfB Lorscheid ist immer da, wo
eine helfende Hand  gebraucht wird.TV-Foto: Edgar Breit


Lorscheid. (b) Seit dieser Saison gehen die beiden Nachbarvereine VfB Lorscheid und der SV Farschweiler in einer Spielgemeinschaft gemeinsame Wege.
 
Für Präsident Bernhard Prümm, den Vorsitzenden des VfB Lorscheid, war der Zusammenschluss der richtige Weg, um den sportlichen Erfolg voranzutreiben. "Der Großteil der Mannschaft wollte es so. Es war eine Entscheidung der Spieler", betont Prümm, der zugleich auch die harmonische Zusammenarbeit innerhalb der beiden Vorstände lobt.
 
Von wenigen Vereinsaustritten und Spielerabgängen ließen sich die Entscheidungsträger nicht beeinflussen. "Nur so können wir uns wieder mittelfristig in einer höheren Spielklasse eta blieren", sagt der engagierte Vereinschef, für den die Entscheidung auch im Hinblick auf die Entwicklung des sportlichen Nachwuchses die richtige war. Schon seit längerem besteht im Jugendbereich eine Spielgemeinschaft mit den Ortschaften Farschweiler, Osburg und Thomm, die mittlerweile sogar um drei Mädchenmannschaften erweitert wurde.


Neuer Rasenplatz hilft weiter

Mit der Einweihung des neuen Rasenplatzes in Farschweiler in der vergangenen Woche sind die Bedingungen besser denn je. Lediglich im Winter müssen die Spieler noch einen Ausweichplatz aufsuchen. Die restlichen Spiele vor der Winterpause werden nun auf der Sportanlage in Farschweiler angepfiffen. Zuvor spielten die Mannschaften auf dem Rasenplatz in Lorscheid.
 
Prümm hatte nicht nur einen maßgeblichen Anteil an der Entstehung des Fußballfelds neben der Grillhütte, sondern teilt sich mit seinen Vorstandskollegen auch regelmäßig die Aufgaben des Platzwartes. Was dem VfB noch fehlt, sind Umkleide- und Duschmöglichkeiten vor Ort. Bislang scheiterte es an fehlenden finanziellen Mitteln, in diesem Punkt Abhilfe zu schaffen.
 
Doch im Rückblick kann der Lorscheider stolz auf die jüngsten Entwicklungen in seinem Heimatort sein. Zusammen mit zwölf Gründungsmitgliedern hat er erst vor vier Jahren den Verein aus der Taufe gehoben. "Zum Vorsitzenden kam ich damals wie die Jungfrau zum Kinde", sagt der in einer Bank beschäftigte Mathematiker. "In der Anfangszeit gab es viele Höhen und Tiefen. Heute ist der Verein zu einem guten Werbeträger geworden", freut sich Prümm über die rasante Mitglieder-Steigerung und die Identifikation in der Gemeinde.
 
Neben seinem ehrenamtlichen Engagement schnürt der 27-Jährige auch regelmäßig selbst die Fußballschuhe. Er unterstützt als Mannschaftskapitän die Defensivabteilung der Reserve-Elf, die von Trainer Henry Wilhelm trainiert wird. Nach einer längeren sportlichen Auszeit im Anschluss an seine Fußballjugend begann er erstmals wieder im Jahr 2004 beim SV Farschweiler mit dem Fußballspielen.


Pro neuem Spieler gab es eine Kiste Bier

"Damals erhielt jeder eine Kiste Bier, der einen neuen Spieler in den Verein brachte", schmunzelt der Feuerwehrmann aus Lorscheid, der den Schritt zurück in den Mannschaftssport bis heute nicht bereut hat.
 
Ein Jahr später kam es zur Gründung des VfB Lorscheid, mit dem er im Jahr 2006 die Meisterschaft in der Kreisliga D Mosel/Hochwald feiern durfte. Damit war das Ticket zur Meisterfete des Trierischen Volksfreunds gelöst. Dort lernte er seine Lebenspartnerin kennen.






 

TV 15.05.2009:  Gründung einer SG: Der Jugend eine Perpektive für die Zukunft geben


 

 

Der VfB Lorscheid empfängt am kommenden Samstag den SV Farschweiler erstmals auf eigenem Rasenplatz. Anpfiff des C-Liga-Spiels ist um 17.30 Uhr in Lorscheid.

 

 

Lorscheid. (b) Eigentlich nichts Ungewöhnliches, eigentlich ein ganz normales Lokalderby. Doch diese Begegnung zweier Nachbarn hat schon etwas Einmaliges. Nicht nur, dass es für den Gastgeber VfB Lorscheid das erste Punktspiel auf dem eigenen Rasenplatz sein wird. Es ist auch zugleich das letzte Spiel, in dem die beiden Mannschaften, die nach dem Spiel gemeinsam den Saisonabschluss feiern, aufeinander treffen. Ab der kommenden Saison gehen die beiden Teams gemeinsame Wege. Die alten Konflikte sind längst in der Schublade verschwunden. Künftig wird die SG Lorscheid/Farschweiler in der C-Liga Mosel/Hochwald um Meisterschaftspunkte kämpfen.
 
Bereits Ende 2007 wurden erste Versuche von Seiten des SVF-Vorstandes im Hinblick auf die Gründung einer SG unternommen. "Die Wunden waren allerdings noch zu frisch", erzählt Bernhard Prümm, Vorsitzender des VfB Lorscheid. Der erneute Anlauf des ersten Vorsitzenden des SV Farschweiler, Nikolaus Heinz, im Herbst letzten Jahres war aber dann erfolgreich. In Spielerbefragungen und in den Mitgliederversammlungen sprach sich die Mehrheit für eine SG aus. "Es ist auch durchaus sinnvoll", sagt Prümm, mit Blick in die Historie der beiden Vereine. Über 75 Jahre lang haben Spieler aus den Ortschaften Lorscheid und Farschweiler gemeinsam Fußball gespielt. Auch sportlich sehen die beiden Vorsitzenden den Zusammenschluss als Fortschritt. Ziele sind mittelfristig der Aufstieg der ersten Mannschaft in die B-Liga und der Zweiten in die C-Liga. "So können wir gerade den jungen Spielern eine Zukunft bieten", freut sich Heinz auf die Zusammenarbeit.
 
Trainer der SG Lorscheid/Farschweiler wird Jörg Lauer, der seit dem Winterhalbjahr 2008 seinen Heimatverein SV Farschweiler trainiert. "Ich freue mich, dass die Vereine mit ihren Spielern, Vorständen und Fans zueinander gefunden haben", sagt Lauer, der davon überzeugt ist, dass nun eine Plattform vorhanden ist, um in Zukunft wieder höhere sportliche Ziele anzustreben. Die Zweite wird von Henry Willems trainiert, der im Vorjahr bereits als Betreuer beim SV Farschweiler mitgewirkt hat. Der überwiegend junge Kader umfasst etwa 35 Spieler. Erfreulich aus Sicht der Vereinschefs ist die Tatsache, dass auch einige aktive Spieler im Vorstand mitarbeiten. Auch in der Jugendarbeit wird es in Zukunft eine Zusammenarbeit geben. Während der VfB Lorscheid 05 in einer JSG mit den Nachbarorten Osburg und Thomm zusammenarbeitete, gestaltete der SVF seine Jugendarbeit eigenständig.

 

 






TV 17.08.2006:
SPIEL DES TAGES: Gut für den Dorffrieden

Von unserem Mitarbeiter
JOHANNES AUMÜLLER

MERTESDORF. Fast 200 Zuschauer bei einem C-Liga-Spiel – das ist eine Seltenheit. Sie sahen beim Duell zwischen Lorscheid und Farschweiler ein gerechtes 1:1 (0:0).


Die beiden Spielertrainer und Torschützen,
Josef Hurt (Lorscheid, links) und Thorsten
Schneider, im Kampf um den Ball. In
dieser Szene wurde niemand verletzt,
auch sonst blieb das Spiel (Endstand: 1:1) ruhig.


Rückblende: Ende der Spielzeit 2004/05 kam es in Farschweiler zu vereinsinternen Streitigkeiten, die sich wochenlang hinzogen und an deren Ende die Gründung des VfB Lorscheid stand. Eine Saison lang mühte sich der VfB durch die D-Liga, eine Saison lang krebste Farschweiler im Tabellenkeller der B-Liga herum – und immer im Hinterkopf ein mögliches Duell zwischen den Erz-Rivalen. Und nun kam es endlich zu diesem "Spiel des Jahres".

Angesichts dieses Hintergrundes ist vielleicht berichtenswert, was nicht passiert ist: Es gab keine Schlägerei, keine ausrastenden Zuschauer, keine nachtretenden Spieler, keine rote Karte, nicht einmal eine gelbe Karte wegen Foulspiels. Ganz im Gegenteil: Eine Schiedsrichter-Entscheidung zu eigenen Ungunsten zu korrigieren, ist selten geworden, zumal in solch brisanten Spielen – Farschweilers Patrick Kinzig tat es trotzdem (43.). So entwickelte sich eine insgesamt faire Partie. Und Szenen, über die sich in Dorfkneipen lang aufgeregt werden muss, gab es keine.

So konnten sich die beiden Trainer ganz auf die sportliche Analyse beschränken. Und da war es nach 90 völlig normalen C-Liga-Minuten so: Heim-Trainer Josef Hurt sah seine Mannschaft stärker, Pendant Thorsten Schneider den SVF. Die Wahrheit lag dazwischen: Die erste Hälfte gehörte eher dem VfB, nach dem Seitenwechsel war Farschweiler spielbestimmend.

Bei den Platzherren war auffällig, wie oft der Spielertrainer Hurt selbst (wurde im Juli immerhin 45!) an gefährlichen Aktionen beteiligt war. Folgerichtig traf er zum 1:0 (60.). Dass er ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub traf, war für ihn nicht weiter wichtig. "Ich mache Tore immer gerne, egal gegen wen", wiegelte er ab.

Danach wurde Farschweiler immer stärker, und der Ausgleich war irgendwann nur noch eine Frage der Zeit. Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff durften die Gäste verdientermaßen jubeln. Spielertrainer Schneider schlenzte einen Freistoß von der halblinken Seite ins lange Eck.

Das erste Duell zwischen den beiden Teams endete mit einem gerechten und für den Dorffrieden guten Resultat. Am dritten Spieltag der Rückrunde steht das Rückspiel an – vielleicht auch schon das letzte Duell der Geschichte? Wie sagte Schneider nach dem Abpfiff: "Warum sollen sich in Farschweiler alle Spieler auf zwei Mannschaften aufteilen, wieso spielen nicht die elf Besten in einer?"

Lorscheid: Theis - Kollmann - P. Mohr, Prümm, A. Jakoby - Th. Mohr, Hurt, Jakobs - M. Jakoby, Heinz (58. Eiden), Quint

Farschweiler: Schlemmer - Schneider - M. Michels, Kinzig, Berens - Krist, Schmitt, A. Michels (70. Berschens) - B. Jakoby, Meyer, Frömberg

Tore: 1:0 (60.) Hurt, 1:1 (75.) Schneider

SR: Resch (Waldhölzbach) - Z: 194




TV 10.08.2006: PORTRÄT: Zwischen Rasenplatz und Euphorie

Lorscheid /FARSCHWEILER. (b) Am Wochenende fällt der Startschuss zur neuen Saison. Für den im letzten Jahr gegründeten VfB Lorscheid beginnt am Samstag die zweite Spielzeit.


Auf Augenhöhe: Josef Hurt informiert
sich bereits im Vorfeld im "Anstoß"
über die Gegner.


Der Auftakt war gelungen. Gleich im ersten Jahr des Bestehens konnte der VfB Lorscheid seine erste Meisterschaft feiern. Weitere sollen folgen, wenn es nach den Verantwortlichen geht. Aufbauend auf der Anfangseuphorie, der Meisterschaft und der tollen Fußball-WM setzt sich die Fußballbegeisterung in dem Hochwaldort nahtlos fort. Zwischenzeitlich wurde eine eigene Jugendabteilung gegründet. Eine Mädchenmannschaft und Jungenmannschaften aus allen Altersschichten bis zur A-Jugend spielen künftig in einer JSG mit Osburg und Thomm. "Eine Basis, auf der sich gut aufbauen lässt", blickt Seniorentrainer Josef "Juppi" Hurt gelassen in die Zukunft seines neuen Vereins.

Er hat mit seinen motivierten und trainingsfleißigen Jungs gleich auf Anhieb den Sprung in die C-Liga geschafft. Nun heißt es für ihn, sich schnellstmöglich in der neuen Umgebung zu etablieren. "Schauen, was geht, aber keinesfalls im unteren Bereich mitspielen", formuliert der bescheidene Trainer das Saisonziel. Sein Problem: Es fehlt die zweite Mannschaft. Mit 20 Spielern hat Hurt einen großen Kader, und von vorne herein ist klar, dass nicht jeder spielen kann. Dennoch hofft der ehrgeizige Coach, seine Mannen alle bei der Stange zu halten. "Viele haben bei Null begonnen und sich stetig verbessert", lobt Hurt sein Team, dessen Gesicht sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert hat. Und: Der Vereinsvorstand besteht komplett aus Spielern der Seniorenmannschaft. Im sportlichen Umfeld ist einiges in Bewegung. Der Bau eines Rasenplatzes, der spätestens zur nächsten Saison fertiggestellt sein wird, steht an. "Was dann noch fehlt, sind geeignete Duschmöglichkeiten", sagt Hurt, dessen Mannschaft die Trainingseinheiten und Heimspiele auf dem Hartplatz in Mertesdorf absolviert. Dort wird für die Blau-Weißen auch am Samstag um 16 Uhr das Saisonauftaktspiel gegen den SV Leiwen II angepfiffen. "Die Bedingungen in Mertesdorf sind sehr gut", sagt Hurt. "Engpässe gibt es allenfalls im Winter, in der viele Rasenplatzmannschaften das Sportgelände zum Training nutzen."

Hurts fußballerische Laufbahn ist lang, und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Der in Farschweiler wohnende Familienvater, der bei der Lebenshilfe Trier im technischen Dienst arbeitet, lief schon sehr früh den Bällen nach. Mit ihm seine fünf Brüder, die alle ebenfalls fußballbegeistert sind. Teilweise waren alle sechs Hurt-Brüder gemeinsam beim SV Farschweiler, ihrem Heimatverein, aktiv. Josef Hurt verbrachte dort nicht nur seine komplette Fußballjugend, sondern auch viele Seniorenjahre. Höherklassige Erfahrung sammelte er damals beim Bezirksligisten SV Mehring und beim Landesligisten FC Wadrill. Den Job des Spielertrainers übernahm der 45-Jährige erstmals vor genau 20 Jahren beim SV Farschweiler, wo ihm gleich im zweiten Jahr der Aufstieg in die A-Liga gelang. Vor seinem Wechsel zum VfB Lorscheid, coachte Hurt acht Jahre den SVF, feierte zwei Meisterschaften und verpasste zweimal nur knapp den Sprung in die Bezirksliga. Noch ist seine aktive Zeit nicht beendet. In Engpässen streift er sich immer noch gerne das Trikot mit der Nummer 10 über. Durch längere Mountainbiketouren hält sich Juppi Hurt fit, und in der fußballfreien Winterzeit hat er seit einigen Jahren mit Ehefrau Silvia und Tochter Nina im Skifahren ein neues Hobby entdeckt.





TV 05.06.2006: MEISTERFETE: "Steht auf, wenn ihr Meister seid"

 

Von unserem Redaktionsmitglied
CHRISTIAN BRUNKER

SCHWEICH. Rote T-Shirts, weiße T-Shirts, grüne T-Shirts: Die Meisterfeier der Fußballchampions aus der Region in Schweich war ein Schaulaufen in Aufstiegshemden.


"Kreispokalsieger", "C-Klasse, wir kommen" oder auch "Bezirksliga-Meister" ist auf den T-Shirts der Fußballmeister bei der vom Trierischen Volksfreund, Karlsberg UrPils und Radio RPR präsentierten Meisterfete in der Schweicher Stefan-Andres-Halle zu lesen. Jede Mannschaft hat sich für diesen Abend in Uniform geworfen und trägt auf ihrer Brust oder ihrem Rücken den Erfolg der vergangenen Spielzeit für alle zum Nachlesen. Auf den Bänken und Tischen tanzen die Fußballer zu Partyschlagern von "Marmor, Stein und Eisen bricht" bis "Über den Wolken", vorzugsweise in einheitlichen Farbgruppen, nur selten verirrt sich ein andersfarbiges T-Shirt in die uniformen Reihen. Doch hin und wieder kommt es zu spontanen Verbrüderungen mit Mannschaften aus den Nachbarligen. Besonders beliebt ist an diesem Abend der Schlachtruf "Steht auf, wenn ihr Meister seid", dem sich natürlich alle anschließen, ob sie nun Meister der Kreisliga D oder der Bezirksliga sind. Auf den Tischen stapeln sich derweil mehr Bierbecher als mancher Meister in der Saison Punkte gesammelt hat. Bei der Ehrung der Meister durch Moderator Alexander Houben (Trierischer Volksfreund) treten dann aber einige Rivalitäten zu Tage, bei einzelnen Mannschaften mischen sich Pfiffe und Buh-Rufe in den Applaus.

Ganz andere Probleme hat die FSG Zewen-Igel. Die Frauenmannschaft hat ohne Zweifel den schwersten Stand an diesem Abend. Die Frauen stehen im Mittelpunkt des Interesses zahlreicher Sportskameraden. "Wir sind wohl der beliebteste Meister in der Region", sagen Hanna Landmann und Alin Küpper. Sie feiern ihre sagenhafte Tordifferenz von 138:6 Toren in 20 Spielen. "Das haben wir alles unserer besten Spielerin Anna May zu verdanken", sagen Hanna und Alin.

"Es ist richtig schön, andere Meister kennen zu lernen", sagt Bernhard Prümm vom VfB Lorscheid, "denn unseren Verein gibt's ja erst seit einem Jahr. Schade ist nur, dass um 24 Uhr schon Schluss ist. Die Stimmung ist echt super."

 


TV 13.10.2005: Kolumne "Nachgespielt"

Die Weltverschwörung hat sich auf die Seite des VfB Lorscheid geschlagen. 23 Punkte hat der Verein aus der Kreisliga D Mosel/Hochwald auf dem Konto. 23 – die Zahl der Illuminaten. 23 – die Zahl, die sich nach Ansicht von Verschwörungsfanatikern wie ein roter Faden durch die Weltgeschichte zieht.

Die Quersumme des Tags der deutschen Einheit ist 23, der damalige schwedische Ministerpräsident Olof Palme wurde 1986 um 23.23 Uhr erschossen, der berühmteste Basketballspieler aller Zeiten trug das Trikot mit der Nummer 23, eine der berühmtesten Zigarettenmarken ist Ernte 23, beim Fußball sind, inklusive Schiedsrichter, 23 Aktive auf dem Platz – und so weiter und so fort, für mehr Beispiele einfach mal schnell googeln.

Und nun darf sich also auch der VfB Lorscheid für kurze Zeit im erlauchten Kreis der 23 aufhalten. Einen Kreis, den die Lorscheider

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